Einladungsturnier für F-Junioren- Jahresauftakt mit Höhen und Tiefen
Rodger Ludewig, 06.01.2026
Für unsere F-Junioren ging es nach dem Silvester-Cup in Lobenstein gleich Schlag auf Schlag weiter. Bereits am 03.01.2026 stand das Einladungsturnier des LSV Oettersdorf in Schleiz auf dem Programm. Groß Zeit zum Durchatmen blieb also nicht – aber genau das mögen unsere Jungs ja eigentlich.
Die Mannschaft war im Vergleich zum Silvester-Cup nochmal neu durchgemischt, und urlaubsbedingt konnten wir das Turnier gerade so mit einem Wechselspieler angehen. Keine optimalen Voraussetzungen, aber Ausreden gibt’s beim SVE bekanntlich keine. Dazu kam ein stark besetztes Teilnehmerfeld, das den Jahresauftakt alles andere als gemütlich gestalten sollte.
In der Vorrunde warteten mit FC Thüringen Weida, FSV Orlatal und dem JFC Gera gleich drei anspruchsvolle Gegner.

1. Spiel – gegen FC Thüringen Weida: Kaltstart nach den Ferien
Gleich im ersten Spiel wartete mit dem FC Thüringen Weida ein altbekannter Dauergegner der letzten Jahre – und damit direkt ein echter Brocken. Unsere Jungs kamen eigentlich gut in die Partie, erspielten sich einige ordentliche Chancen, doch der letzte Ball wollte einfach nicht rein. Weida machte es da effizienter und ging in Führung – trotz einer starken Rettungsaktion von Leon, der bei einem Konter in letzter Not klärte. Tristan sorgte anschließend für den verdienten Ausgleich, und zu diesem Zeitpunkt war alles offen. Doch danach lief plötzlich nicht mehr viel zusammen. Zu viele einfache Abspielfehler, zu wenig Konzentration, und Weida nutzte das konsequent aus. Am Ende stand eine 1:4-Niederlage, die sich deutlicher anfühlte, als sie hätte sein müssen. Entsprechend hingen erstmal die Köpfe. Der Eindruck: Einige Gedanken waren wohl noch irgendwo zwischen Weihnachtsplätzchen und Silvesterböllern unterwegs.
2. Spiel – gegen FSV Orlatal: Reaktion gezeigt!
Dann hieß es: Mund abwischen, Krone richten und zeigen, dass man es besser kann. Und genau das taten unsere Jungs gegen den FSV Orlatal. Diesmal war von Beginn an Zug drin. Karl setzte Jonah perfekt in Szene, der eiskalt zur Führung abschloss. Kurz darauf schaltete sich Leonard mit nach vorne ein, bekam den Ball auf den linken Fuß und schob überlegt rechts unten zum 2:0 ein. Unsere Jungs spielten sich nun in einen kleinen Rausch, ließen Ball und Gegner laufen und erarbeiteten sich weitere Chancen. Als Karl im Strafraum zu Fall gebracht wurde, behielt Konrad vom 7-Meter-Punkt die Nerven und verwandelte sicher zum 3:0. Hier hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können, doch wichtiger war etwas anderes: Die Reaktion stimmte. Die Mannschaft hatte sich gefunden – und plötzlich war sogar das Halbfinale wieder in Reichweite.
3. Spiel – gegen JFC Gera: Endspiel um das Halbfinale
Im dritten Gruppenspiel kam es zum direkten Duell mit dem JFC Gera. Die Ausgangslage war klar: Gera reichte ein Unentschieden – wir mussten gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Und genau so gingen unsere Jungs die Partie auch an: konzentriert, wach und mit viel Einsatz. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams wenig zuließen. In einer unübersichtlichen Situation vor dem gegnerischen Tor war Karl dann hellwach, setzte sich energisch durch und drückte den Ball über die Linie. Das 1:0 war am Ende auch verdient – und der Jubel riesig. Nach einem verschlafenen Turnierstart doch noch das Halbfinale erreicht – das hatte sich das Team hart erarbeitet.
Halbfinale – gegen FC Thüringen Jena: Kleinigkeiten entscheiden
Im Halbfinale wartete mit dem FC Thüringen Jena ein Gegner, der bis dahin ein sehr starkes Turnier gespielt hatte. Unsere Jungs hielten lange gut dagegen, standen kompakt und versuchten, spielerische Lösungen zu finden. Doch auf diesem Niveau entscheiden eben oft die Kleinigkeiten. Nach dem 0:2 Mitte der Partie schlich sich etwas Zweifel ein, und Jena nutzte die Situation clever aus. Am Ende stand eine 0:4-Niederlage, die zwar deutlich klingt, den Spielverlauf aber nur bedingt widerspiegelt. Ein kleiner Trost: Auch die Trainer aus Jena zollten Respekt und bescheinigten unseren Jungs eine gute Leistung. In dem Moment half das zwar noch nicht viel – die Enttäuschung war spürbar –, aber es zeigte, dass wir absolut mithalten konnten.
Spiel um Platz 3 – gegen BSV Bodelwitz: Kräfte am Ende
Im Spiel um Platz drei gegen die körperlich starken Bodelwitzer war dann leider etwas die Luft raus. Konzentration und Frische fehlten, und Bodelwitz nutzte das konsequent aus. Am Ende mussten wir uns 0:3 geschlagen geben – ein Ergebnis, das vor allem den Kräfteverschleiß und die lange Turnierdauer widerspiegelte.
Fazit
Zum Jahresauftakt steht damit ein 4. Platz, der mit allen Höhen und Tiefen ziemlich genau zur gezeigten Leistung passt. Ein holpriger Start, eine starke Reaktion, ein verdienter Halbfinaleinzug und am Ende etwas fehlende Körner. Besonders erfreulich: Leonard wurde als einer der auffälligsten Spieler des Turniers ausgezeichnet Karl erhielt die Auszeichnung zum besten Spieler des Turniers Das macht die Trainer stolz und zeigt, dass sich die harte Arbeit lohnt. Ein großes Dankeschön geht an den LSV Oettersdorf für ein hervorragend organisiertes Turnier. Wir nehmen viele Erkenntnisse mit, blicken nach vorne und freuen uns auf die nächsten Turniere im neuen Jahr.

Für den SV 1990 Ebersdorf spielten: Leon Heider, Jonah Munzert, Marc Hahnel, Tristan Steinbock, Konrad Herzog, Leonard Milz und Karl Milz
Nur der SVE!

Quelle:Sebastian Milz
